Schlagwort-Archiv: Auto

Wir haben doch die S-Bahn!

… wird von Straßenbahngegnern oft angeführt, um damit zu begründen, dass „wir“ eine StUB nach Nürnberg nicht brauchen. Nur: Auch die A73 führt nach Nürnberg. Und wir haben trotzdem die B4 mit einer Verkehrsbelastung vom 40.000 Kfz am Tag. Kommt irgendwer auf die Idee, diese Straße stillzulegen? Weiterlesen

Vernetzte Metropolregion oder Provinzposse?

Der Verkehrsclub Deutschland befürchtet, dass der Bürgerentscheid über die Stadt-Umland-Bahn zur Provinzposse verkommt. „Andere Städte würden sich die Finger nach einer solchen Chance lecken“, wundert sich Berthold Söder, Sprecher des VCD Kreisverbands. „Statt die Gelegenheit beim Schopf zu packen, wird aber selbst von seriösen Parteien mit platten Sprüchen und Fehlinformationen agiert.“ Weiterlesen

Die StUB behindert den Verkehr?

Flächenvergleich - Foto UPI Dieter TeufelDieses Argument wird gerne von den Gegnern gebracht. Dabei ist es gleich doppelt falsch:

  • Die Bahn behindert nicht, sie ist selbst – genauso wie Fußgänger und Radfahrer – Teil des Verkehrs. Die Gleichsetzung von Verkehr und Autoverkehr zeigt nur den fehlenden Blick über den Tellerrand (bzw. die Motorhaube).
  • Die Bahn kann viele Menschen transportieren und benötigt dafür relativ wenig Platz. Wenn es eng wird, geht es genau darum: Menschen – nicht etwa Autos – voranzubringen. Was passiert, wenn diese Menschen im PKW unterwegs wären, zeigt die Autoschlange hinten. Wo ist wohl das größere „Verkehrshindernis“?

Busse sind keine Lösung

Die Alternative zum Auto ist die Straßenbahn. Nur Schienenverkehrsmittel werden aufgrund ihres Komforts und ihrer Wirkung im Stadtbild als Fortschritt wahrgenommen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen bestätigt  bundesweite Untersuchungen, die einen durchschnittlichen Fahrgastzuwachs in Höhe von 83% nach Umstellung von Bus auf Straßenbahn nachweisen. Dieser Zuwachs resultiert ganz überwiegend aus ehemaligen Autofahrern. Sie verzichten freiwillig auf die Nutzung ihres PKWs und entlasten damit das Straßennetz. Gleichzeitig entspannt sich die Parkraumsituation.

Quelle: Kasch, R./Vogts, G.: Schienenbonus: Es bleiben Fragen, in: Der Nahverkehr 3/2002, S. 39-43

Mobilität ändert sich

In der Altersklasse von 18 bis 35 haben Führerschein- und Autobesitz seit 2008 deutlich abgenommen. Dafür steigt der Anteil derjenigen, die eine Zeitkarte für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in der Tasche haben. Junge Fachkräfte nennen eine leistungsfähige Infrastruktur als zentrales Entscheidungskriterium für die Wohnortwahl: nicht aufs Auto angewiesen sein, aber dennoch flexibel und rasch mobil zu sein. Das gleiche gilt für Arbeitgeber: Der Anschluss an ein öffentliches Nahverkehrsmittel wird zunehmend entscheidend für die Standortwahl.

Quelle: Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (Februar 2013)