Kosten & Nutzen

Soll sich Erlangen eine Stadt-Umland-Bahn (StUB) leisten?

Öffentliche Infrastruktur dient dem Wohl der Bürger und Bürgerinnen. Sie wird nicht immer betriebswirtschaftlich kostendeckend sein. Die Politik sollte nicht nur die Kosten, sondern auch die mit der StUB verbundenen Entwicklungschancen sehen: Der volkswirtschaftliche Nutzen als Voraussetzung der Förderfähigkeit ist nachgewiesen.

Erlangen soll die Hauptlast der Kosten übernehmen. Haben nicht die Einpendler aus dem Umland den größten Nutzen?

Da im Stadtgebiet nur begrenzt Siedlungsflächen zur Verfügung stehen, gibt es zu wenig Wohnraum. Die Folge sind starke Pendlerströme aus dem Umland und tägliches Gedränge auf den Einfallstraßen. Durch die Verlagerung eines Teils des Pendlerverkehrs auf die Schiene werden als erstes die städtischen Straßen, deren Anwohner und die Umwelt entlastet.
Ein attraktiver Nahverkehr ist ein wichtiger Standortfaktor für hochwertige Arbeitsplätze und belebt die innerstädtischen Geschäftslagen. Zudem profitieren die Erlanger Bürger von besseren Verbindungen nach Nürnberg und Herzogenaurach.

Wie wichtig ist die StUB als Standortfaktor für die Region?

Die Erreichbarkeit – auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln – ist ein wichtiger Standortfaktor vor allem für beschäftigungs- und publikumsintensive Betriebe. Dies belegen auch aktuelle Untersuchungen des VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) und des Deutschen Industrie- und Handelstags (DIHT). Bei guter ÖPNV-Anbindung können z.B. Flächen und Kosten für Stellplätze eingespart werden. Nicht zuletzt trägt die Entlastung der Straßen dazu bei, dass der Wirtschaftsverkehr reibungsloser abgewickelt werden kann. Die bereits erkennbare Überlastung des Straßennetzes würde dagegen die weitere positive Entwicklung des Wirtschaftsraums beeinträchtigen. Große Firmen wie Adidas, Puma oder Siemens haben sich daher stark für die StUB ausgesprochen.