Flexibilität über Alles?

Gegner der StUB argumentieren, Busse wären flexibler, da sie nicht auf „starre“ Gleisanlagen angewiesen sind. Die von so bezeichneten „starren Wege“ sind aber in Wirklichkeit sogar ein Vorteil:

  • Die Gleise sind im Stadtbild sichtbare Belege eines hochwertigen ÖPNV. Fahrgäste können sich einer zuverlässigen und konstanten Bedienung sicher sein. Anders als bei Busnetzen, die mit ihren unterschiedlichen Linienwegen oft nur für Eingeweihte verständlich sind. Die städtebauliche Entwicklung kann und wird sich entlang leistungsfähiger ÖPNV-Achsen vollziehen, da auch Immobilienbesitzer und Investoren die Standortvorzüge zu schätzen wissen.
  • Strecken und Haltestellen können als gestalterische Elemente den öffentlichen Raum aufwerten. Plätze, an denen regelmäßig Menschen zusammenkommen, sind auch attraktiv für die Ansiedlung von kleinen Läden, Cafés etc. – ein bloßes Haltestellenschild am Fahrbahnrand (das auch noch „flexibel“ angefahren wird) ist das nicht.
  • Wo Gleise liegen, ist in aller Regel auch klar, dass der ÖPNV Vorrang hat. Sie werden auch von Autofahrern entsprechend erkannt und seltener zugeparkt als Busstrecken. Und bei Baumaßnahmen wird man versuchen, den ÖPNV möglichst weiterlaufen zu lassen – was sicher eher im Sinne der Nutzer ist als ständige Umwegfahrten.
  • Zunächst muss – nach vorliegenden Grobplanung – die optimale Trassenführung gefunden werden, wofür jetzt der Zweckverband gegründet werden soll. Spätere Korrekturen am Streckennetz sind dann wahrscheinlich nicht erforderlich. Eher ist von einer späteren Ausweitung des Netzes auszugehen – dafür gibt es Beispiele in vielen Städten: Wo erstmal eine Stadtbahn fährt, fordern immer weitere Gebiete den Anschluss.